Worum es geht
...eine Zusammenfassung
Immer wieder stellen wir fest, dass sich Migranten/innen im deutschen Gesundheitssystem nur unzureichend zurechtfinden
und nicht an Maßnahmen partizipieren, die ihrer Gesundheit nutzen und Krankheiten vorbeugen. Dazu gehört u.a.:
• Migranten/innen nehmen weitaus weniger als Deutsche an den Vorsorge-
untersuchungen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene teil
• Schutzimpfungen werden von Migranten/innen viel weniger vorgenommen
• Chronisch kranke Migranten/innen nehmen regelmäßige Kontrollunter-
suchungen nicht wahr
• Migranten/innen nehmen so gut wie gar nicht an gesundheitlichen
Präventionskursen teil
• Migrantenjugendliche sind überproportional von Übergewicht und daraus
resultierenden Erkrankungen betroffen.
Dabei sind nicht wenige Migranten von spezifischen Krankheiten betroffen:
• angefangen von älteren Migranten, die aufgrund harter körperlicher Arbeit, oft
verbunden mit schlimmen Arbeitsbedingungen, einen schlechteren Gesund-
heitszustand aufweisen als deutsche Bürger,
• über Neuzuwanderer, die auf unser Gesundheitssystem nicht
vorbereitet sind
• bis hin zu Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die häufiger übergewichtig oder von damit in Zusammenhang
stehenden Krankheiten (z.B. Diabetes) betroffen sind als deutsche.
Ziele
• Sensibilisierung und Informationsvermittlung zu gesundheitlichen Themen bei Migranten/innen
• Aufbau von gesundheitlichen Präventionskursen für Migranten/innen,
speziell ausgerichtet an ihren kulturellen Hintergründen und den unterschiedlichen Bedürfnissen von Frauen,
Senioren/innen und Kinder/Jugendlichen.
Methoden
(1.) Informationsveranstaltungen zu ausgesuchten Gesundheitsthemen mit ausgewiesenen Experten/innen zu spezifischen Fragestellungen
(2.) Begleitende Pressekampagne des "Türkischen Journalistenbundes NRW" mit Berichten über die Veranstaltungen
(3.) Durchführung von gesundheitlichen Präventionskursen, die von den Krankenkassen zertifiziert sind
(4.) Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG-Du), dem Deutschen Diabetikerbund NRW und weiteren Partnerorganisationen