Laufende Projekte


»Stolpersteine und Pfade der Vernichtung jüdischen Lebens in Duisburg« – Spur aufnehmen mit Educaching (2014)

Ziel des Projektes ist es, die Geschichte der Duisburger Juden und deren Vertreibung und Ermordung an Hand von Orten „sichtbar“ zu machen.

Als Modul wird das Educaching genutzt. Educaching versucht Geocaching in Lernprozesse zu integrieren. Dabei soll der Zugang zu den Inhalten so niederschwellig wie möglich sein. Mit Schülerinnen und Schülern des Steinbarth-Gymnasiums wurde eine Route entwickelt und generiert. Die Lerninhalte wurden gemeinsam erarbeitet. Das Stadtarchiv Duisburg und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V. standen mit Informationen zur Seite.

Entstanden ist eine Route, die den "Spieler" an 12 Orte führt. Mahnmale, Stolpersteine und Bauwerke sind Zielpunkte. Zuviel soll hier nicht verraten werden, da diese Route ja selbständig erkundet werden muss.
Zielgruppe sind vorallem Schulklassen, Geschichtsinteressierte, Technikliebhaber und Besuchergruppen der Stadt Duisburg.

Die Route führt durch den Kernbereich des Duisburger Zentrums. Die "Spieler" erhalten an jedem Ort (genannt Station) Informationen verbunden mit Fragen und Rätseln. Die Strecke ist im Rundlauf angelegt - kann im und gegen den Uhrzeigersinn begangen werden.

Geosurfen ist ein Community gestütztes location based Adventure Game und verbindet eine klassische Schnitzeljagd mit neuen, modernen Elementen, um seine Umgebung auf spielerischer Art und Weise zu erkunden. Über das Smartphone werden durch die Community angelegte spielbare Abenteuer (=Waves) angeboten, auf deren Weg der Nutzer suchen und Rätsel und Aufgaben lösen muss. Je nachdem wie „gut“ der Nutzer ist, können Punkte (=Surfies) erspielt werden.

Hier ein paar Tipps für Interessierte:
1. Die geosurfen-app (für Smartphone oder Tablet - im Moment nur
    Android-Geräte) installieren (siehe Icon "Google play")
2. Startpunkte suchen: Entweder Nähe Hauptbahnhof
    (Osteingang) oder Dellstraße (die Wave heißt "Spurensuche")
3. Straßenverkehr ggf. beachten
4. Festes Schuhwerk hilfreich (die Tour nimmt circa 120 Minuten
    in Anspruch)



VIA hat dieses Medienprojekt in Zusammenarbeit mit den Spezialisten von media cura real gemacht. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms für Toleranz und Demokratie: "Toleranz fördern - Kompetenz stärken".

Ausgezeichnet mit dem Margot Spielmann-Preis für Projekte 2015!

Link: media cura





DEMOGRAPHIE-FIT
durch ein interkulturelles betriebliches Age- und Gesundheitsmanagement (2012)


Deutschland wird älter und bunter – die Kundschaft und der Arbeitsmarkt verändern sich immer mehr. Mitte 2012 startete unser Projekt „Interkulturelles betriebliches Age-/Gesundheitsmanagement für Klein- und Mittelbetriebe“, das mit Bundes- und EU-Mitteln gefördert wird. Es will kleine und mittlere Betriebe dabei unterstützen, sich auf den Wandel einzustellen, das große Potential der neuen Vielfalt zu erkennen und für sich zu nutzen. Unternehmen können sich kostenneutral am Projekt beteiligen.

Deutschland im Wandel Die Zuwanderung von Migranten und die demographische Entwicklung verändern auch den Arbeitsmarkt, die Kundschaft und die Belegschaft. Wenn ein Unternehmen wirklich zukunftsfähig werden will, dann müssen Alt und Jung lernen, Hand in Hand zu arbeiten, unabhängig von ihrer Hautfarbe und Herkunft, Religion oder Weltanschauung.
Die demographische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit sowie der zunehmende Mangel an Fachkräfte-Nachwuchs machen es immer wichtiger, aus dem weiten Spektrum eines Diversity-Managements dem betrieblichen Age- und Gesundheitsmanagement besonderes Augenmerk zu widmen.

Eine zukunftsweisende Personalpolitik und gesunde Mitarbeiter/innen sind gerade für Klein- und Mittelbetriebe entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Häufig überaltern Betriebe in Deutschland allerdings, ohne es rechtzeitig zu bemerken und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Vor allem im Mittelstand ist die Dimension dieses Problem mit seiner Auswirkung auf das gesamte Unternehmen noch nicht ausreichend beachtet. In unserem Modell-Projekt, das bis Ende 2014 läuft, sollen Strategien entwickelt werden, wie dem demographischen Wandel in mittelständischen Betrieben begegnet werden kann. Die Konzepte sollen passend zu den unterschiedlichen Größenordnungen der Unternehmen sowie den spezifischen Bedürfnissen der Betriebe entwickelt werden. Da der Migrantenanteil in den Unternehmen immer größer und zur Sicherung des Fachkräfte-Nachwuchses auch immer wichtiger wird, ist es sinnvoll, gesundheitsbezogene Maßnahmen für die Belegschaft von Beginn an interkulturell auszurichten, um unterschiedlichen Herangehensweisen an Gesundheitsthemen gerecht zu werden.

Link: DIVERSIS




DU4you

„DU4you“ will die Teilhabe und Aktivität von Kindern und Jugendlichen aus den strukturschwachen Duisburger Stadtteilen Beeck, Bruckhausen und Marxloh fördern. Durch das Erkunden der eigenen und benachbarten Stadtteile soll das Interesse bei den Jugendlichen für die Umgebung geweckt werden, bestehende Angebote zu nutzen und zur Steigerung der Attraktivität der Stadtteile für Jugendliche mit beizutragen. Die Jugendlichen lernen, sich mit ihrem Wohnort zu identifizieren und den Wert der Gemeinschaftszugehörigkeit zu kennen. Durch ihre Aktivitäten bei „DU4You“ werden ihnen die verschiedenen Möglichkeiten einer gleichberechtigten Teilhabe am öffentlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben veranschaulicht.

Die Jugendgruppe ist sozial und religiös-kulturell sehr unterschiedlich besetzt. Durch ihre gemeinschaftlichen Aktionen wird Toleranz gefördert, Interkulturalität vermittelt und ein interkulturelles Verständnis entwickelt.

Konkret geht es darum, jugendspezifische Angebote vor Ort von Jugendlichen zu „testen“ und die gemachten Erfahrungen für Jugendliche zu verbreiten. Aus ihrer eigenen Sicht setzen sich die Teilnehmer mit ihren persönlichen Problemen und Erfahrungen mit den vorhandenen (und auch fehlenden) Angeboten für sie in ihrer Umgebung auseinander. Sie bewerten diese Angebote und veröffentlichen ihre Eindrücke, und schaffen so einen jugendspezifischen „Stadtplan“ für ihre Altersgenossen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit unserer Mitgliedsgruppe „Kulturbunker Bruckhausen“ realisiert. Es wird finanziell gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

Link: DU4You




Medienkompetenz-Training

»Mobbing ohne mich« — Projekt gegen Jugendgewalt und Rassismus in den neuen Medien

Ziel des Projektes war es die Kultur des Miteinander zu stärken, bzw. den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, welche Aspekte und Ausformungen »Cyber-Mobbing« im täglichen Leben haben kann. Es wurden Handlungskonzepte entwickelt, die postiven Nutzungsinhalte in den neuen Medien zu stärken und dem möglichen Missbrauch zu begegnen. Inahlt und Hauptansatzpunkt waren zum einen die in der Zielgruppe vorherrschende Art der Mediennutzung (Handy, PC, Konsole; TV, etc.) und zum anderen eine Aufklärung darüber, was es heißt, Opfer oder Täter des »Cyber-Mobbing« zu werden.

Die Jugendlichen sollten durch die angebotenen Mediencoaching-Workshops Möglichkeiten, aber auch Gefahren des (digitalen) Alltags erkennen. Zudem wurden gemeinsam Strategien entwickelt, sich den Ausprägungen des Mobbings zu widersetzen. (weitere Stichworte: Happy-Slapping-Videos, Porno-Sprache)
Das Projekt sollte die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit sich selbst fördern, sie wieder etwas unabhängiger von der Digitalwelt machen ohne diese zu verteufeln.

VIA hat dieses Projekt in Zusammenarbeit mit den Spezialisten von media cura umgesetzt. Gefördert wurde dieses Projekt über das Kinder- und Jugendschutz Aktionsprogramm der Stadt Duisburg.

Link: media cura




Allgemeines zur Projektarbeit bei VIA
Die Projektarbeit hat im VIA in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dabei decken wir eine große Bandbreite von Themen ab. Von antirassistischen Projekten über Kultur, Sport, Gesundheit, Bildung, Flüchtlingsarbeit bis hin zu Internationalem Jugendaustausch sind viele Schwerpunkte vertreten. Allen gemeinsam ist: Es steht der Mensch im Mittelpunkt, der nach Deutschland bzw. Europa einwandert.

Immer wichtiger werden Verbundprojekte, bei denen wir zusammen mit unseren Mitgliedsgruppen die Arbeit gestalten. Dabei entstehen Synergien, die für alle Beteiligten vorteilhaft sind. Kleinere Gruppen kommen zum einen auf diesem Wege in den Genuss von Fördergeldern, die sonst nicht erreichbar wären, und können sich zum anderen auf ihre Stärken, die inhaltliche Arbeit konzentrieren. Während die konkrete Arbeit in den Stadtteilen vor Ort von den Mitgliedsgruppen geleistet wird, übernimmt VIA die Akquise der Fördermittel, die Projektverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Koordinierung, Weiterbildung der Mitarbeiter/innen und die Schaffung von Kooperationen mit externen Partnern. Das Projekt bekommt so den Zugang zur Zielgruppe des Projekts mit Kooperationspartnern im Rücken, die das Vertrauen der Zielgruppe genießen, die wissen, wo die Probleme liegen und wie sie zu lösen sind.

Diese Konzeption findet zunehmend Anerkennung bei den zuschussgebenden Stellen. Die finanziellen Mittel für die Projekte kommen vorwiegend von der EU, von Landes- und Bundesbehörden sowie von Stiftungen. Hier sind insbesondere die AKTION MENSCH, aber auch die Krupp-Stiftung zu nennen.

Spenden und Zuwendungen sind herzlich willkommen. Spenden Sie hier über das Deutsche Spendenportal, sicher und schnell.

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