Glückwünsche zum Feiertag

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Das Vesakh- oder Wesak-Fest ist das wichtigste Fest im Theravada-Buddhismus.

Vor allem in Sri Lanka, Burma und Thailand wird gefeiert. Das Fest erinnert an die wichtigsten Stationen Buddhas. Im südlichen Buddhismus (Hinayana und Theravada) wird an diesem Tag der Geburt, der Erleuchtung und der "Verlöschung" Buddhas gedacht.

 

 

 




















 

 

Die Nacht der Erleuchtung - Wesakfest im Buddhistischen Zentrum Essen




Zunächst möchten wir dem "Buddhistischen Zentrum" Essen für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung von Text und Fotos für unsere Homepage danken.
Am Sonntag, den 14. Mai, einen Tag nach der Vollmondnacht im Mai, wurde im Buddhistischen Zentrum Essen das Wesak-Fest gefeiert. Dieses Jahr hatte sich das Zentrum was ganz besonderes ausgedacht. So sollte die Erleuchtungsnacht des Buddha mit allen Menschen aus dem Sangha, der buddhistischen Gemeinschaft, die zur Feier gekommen waren, auf die Bühne gebracht werden.

Der Vormittag stand aber zunächst einmal im Zeichen von Meditation, Rezitation und verschiedener anderer Andachtsrituale, die die Verbundenheit zum Buddha, Dharma und Sangha ausdrückten. Nach einem einfachen Mittagsimbiss konnte sich jede/r einem Workshop anschließen. Es gab einen Chor, eine Waffenschmiede, eine Bauchtanzgruppe, eine Perkussionsgruppe, eine Blumenbastelgruppe, Kostümbildner und Maskenbildner oder auch die Möglichkeit, sich in Ruhe in die Bibliothek zurückzuziehen.

Nach 2 ½ Stunden Proben und Improvisation konnte das Schauspiel beginnen: Amritavaca als Reporter lud uns ein, mit ihm einen Ort in Indien - Bodhgaya - zu besuchen, wo Buddha sich vor über 2500 Jahren unter den Bodhibaum gesetzt hatte, mit dem festen Entschluss, nicht eher aufzustehen, bis er Erleuchtung erlangt hatte. Aber so einfach sollte das nicht gehen. Mit jedem dumpfen kriegerischen Schlag der Trommeln erschienen die wilden Horden von Mara, bereit Buddha mit Keulen, Schwertern und Äxten anzugreifen. Blutrünstige Gesichter, fauchende, grunzende Gestalten umringten Buddha, und griffen ihn an. Aber an der stillen, in sich ruhenden Gestalt des Buddha prallten alle Angriffe ab und die Waffen verwandelten sich in Blumen. Geschlagen zogen sich Maras Horden zurück. Aber so schnell wollte Mara nicht aufgeben. Er schickte seine wunderschönen Töchter zum Buddha, um ihm mit ihrem verführerischen Tanz den Kopf zu verdrehen. Und was musste Buddha da aushalten! Jeder andere wäre schwach geworden bei diesen Reizen, aber nicht Buddha. Auch Maras Töchter mussten sich schließlich geschlagen geben und zogen ab. Dann wurde es still im Schreinraum.

Mara selbst erschien nun, als erfolgreicher Anwalt, der Buddha herausforderte. "Gehe doch zurück in deinen Palast, da hast du es doch viel besser, all die Reichtümer, deine schönen Frauen, die Macht, das ist doch viel besser als das hier" Aber Buddha meditierte einfach weiter. "Was hast du denn eigentlich für ein Recht hier zu sitzen?" Maras giftiger Zweifel war das letzte, was er noch Buddha entgegenschleuderte. Buddha berührte nur stumm die Erde und rief damit die Erde als Zeugin für all seine Bemühungen in seinen letzten Leben herauf. Aus der Erde erschien die Erdgöttin, ganz in grün und voller Blumen und bezeugte in einer wunderschönen Rede die Taten des Buddha. Mara musste sich endgültig geschlagen geben und verschwand.