Glückwünsche zum Feiertag

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Das Opferfest beginnt am 10. Tag im islamischen Monat "Dhu`l-Hidjdja",

dem letzten Monat im islamischen Jahr, und dauert 3, bei türkischen Muslimen auch 4 Tage. Es bildet den Höhepunkt der großen Wallfahrt nach Mekka, dem Hadjdj (auch Hadjj, Hadsch), die jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, zumindest einmal in seinem Leben unternehmen soll.

 

 




Das Zuckerfest, auch Fest des Fastenbrechens genannt, stellt den Abschluss des Fastenmonats Ramadan dar. Da diese beiden Festlichkeiten in ihrer Bedeutung in Zusammenhang zu sehen sind, finden wir es wichtig, uns zuerst mit dem Ramadan zu beschäftigen




 

 

DAS OPFERFEST




Der Hadjdj gehört zu den 5 Säulen des Islam. Das Fest wird aber auch von Muslimen gefeiert, die sich nicht auf große Pilgerschaft begeben (können).

Mit dem Opferfest gedenken Muslime der Bereitschaft Ibrahims (Abraham), sich dem Willen Gottes zu unterwerfen und seinen Sohn Ismail zu opfern, und an die Barmherzigkeit Gottes, es mit einem Tieropfer zu vergelten. Anstatt des Sohnes wird ein Schafsbock geopfert. Im Koran heißt es dazu: "Das ist eine offenkundige Prüfung. Und Wir lösten ihn [seinen Sohn] mit einem großen Schlachtopfer aus" (Sure 37, 106-108).

In dem Akt des Opferns erneuern Muslime den Bund mit Gott. So wie seinerzeit Ibrahim bereit war, Gottes Worten zu folgen, bringen Muslime im Opferritual ihre Frömmigkeit und ihre Hingabe zu Gott zum Ausdruck. Das Nachvollziehen der überlieferten Opfergesinnung Ibrahims bringt sie Gott näher.

Eine Entsprechung dieser Erzählung von dem Ibrahim-Opfer findet sich auch im Alten Testament. Die Erzählung ist damit also auch im Judentum und im Christentum bekannt, allerdings mit dem Unterschied, dass im Alten Testament nicht Ismail, sondern Isaak geopfert werden soll.

Die Darbringung des Opfers vollzieht sich immer nach dem gleichen Ritual. Ein zumeist Tage zuvor erstandenes Opfertier (in der Regel handelt es sich hierbei um ein Schaf oder eine Ziege) wird im Anschluss an das morgendliche Festgebet und der Festpredigt mit dem Kopf in Richtung Mekka im Namen Gottes getötet. Ein tiefer Schnitt am Hals mit einem scharfen Messer durchtrennt Luft- und Speiseröhre und macht so das Tier bewusstlos, bis es schließlich durch das allmähliche Ausbluten stirbt. Dabei werden bestimmte Gebetsformeln gesprochen. Danach erfolgt die Verteilung des Fleisches. Ein Drittel geht an Bedürftige, ein weiteres Drittel an Verwandte, Freunde oder Nachbarn und ein Drittel wird selbst zu Mittag verzehrt.

In Länder, in denen das "Schächten", wie das Töten von Tieren gemäß der islamischen Vorschrift auch genannt wird, verboten ist, behelfen sich Muslime damit, dass sie Fleisch von speziellen Metzgereien im Ausland bestellen oder Verwandten Geld schicken, damit sie in ihrem Namen ein Tier schlachten. Aber auch in islamischen Ländern wird zunehmend das Schächten der Tiere in professionelle Hände gegeben. So gibt es in Mina, der Ort, an dem sich die wallfahrenden Muslime zur Zeit des Opferfestes aufhalten, große Schlachthöfe, die für Millionen von Pilgern die Schächtung stellvertretend durchführen. Aus hygienischen Erwägungen wäre dies sicherlich auch nicht anders zu bewerkstelligen. In Deutschland hingegen ist das Schächten grundsätzlich nicht gestattet. Doch können Gemeinden spezielle Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, die in Absprache mit dem zuständigen Veterinäramt zu treffen sind.