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Vom Memorandum...
Das „Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe“ wurde im Juni 2002 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt und von Trägern der Altenhilfeeinrichtungen aller Verbände der Freien Wohlfahrtspflege unterzeichnet. Das "Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe" richtet sich an Politik und Gesellschaft und fordert diese auf, den Anspruch aller alten Menschen auf einen Zugang zu den Institutionen und Dienstleistungen der Altenpflege einzulösen und einen kultursensiblen Umgang mit alten Menschen sicherzustellen.

.... zur Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe
Die Kampagne hat zum Ziel, die Idee der kultursensiblen Altenhilfe in der Gesellschaft und ihren Institutionen zu verankern: Ziel ist es, die Zugangsbarrieren zu überwinden und Migrantinnen und Migranten die Nutzung der Institutionen der Altenhilfe zu erleichtern. Wir wollen ihre Teilhabe und Mitgestaltung ermöglichen und damit die Lebenssituation älterer Migrantinnen und Migranten verbessern. Mit der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe wird der Prozess der interkulturellen Öffnung unterstützt. Wir wollen damit Kommunen, Institutionen und Personen für das Anliegen des Memorandums gewinnen und sie bei ihren Aktivitäten vor Ort unterstützen.

Am 1. Oktober 2004, dem „Internationalen Tag der älteren Menschen“, startete in
Berlin die Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe „Aufeinander zugehen –
voneinander lernen“ unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Renate Schmidt

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Aus dem Memorandum

(1) Bestehende Barrieren zwischen den Institutionen der Altenhilfe und zugewanderten Seniorinnen und Senioren können über zugehende und partizipative Ansätze überwunden werden.
(2) Kultursensible Pflege trägt dazu bei, dass eine pflegebedürftige Person entsprechend ihrer individuellen Werte, kulturellen und religiösen Prägungen und Bedürfnisse leben kann.
(3) Der Prozess der Interkulturellen Öffnung ist kein Zusatzangebot, sondern betrifft die ganze Organisation und erfordert einen transparenten langfristigen Entwicklungsprozess auf allen Ebenen.
(4) Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe ist verbunden mit Personal- und Teamentwicklung: ein Team, das sich aus Menschen verschiedener Herkunft zusammensetzt, braucht Anstöße und Begleitung für einen bewussten Teamfindungsprozess, um sich zu einem interkulturell kompetenten Team zu entwickeln.
(5) Die Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sind aufgefordert, das Thema kultursensible Pflege als Querschnittsthema zu verankern.
(6) Institutionen und Verbände, die sich auf den Weg der Interkulturellen Öffnung der ambulanten und stationären Altenpflege und Altenarbeit begeben, brauchen politische, fachliche sowie finanzielle Unterstützung.
(7) Die Selbstorganisationen der Migrantinnen und Migranten sind als Potenzial und Ressource anzuerkennen und bei politischen Entscheidungen sowie der Verteilung von Geldern zu berücksichtigen.
 

 

Migrantinnen und Migranten in Deutschland
Die Gruppe der älteren Migrantinnen und Migranten ist eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen der Bundesrepublik. Die hier altgewordenen Zuwanderinnen und Zuwanderer sind heute in den Institutionen der Altenhilfe wenig repräsentiert . So ist es eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre, ihnen im Alter eine kultursensible Pflege und Betreuung zu gewährleisten, die ihrer Biografie und den damit verbundenen kulturellen und migrationsbedingten Prägungen entsprechen.
Die Bevölkerungsgruppe der älteren Migranten und Migrantinnen setzt sich zusammen aus:
- Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten
- Aussiedlerinnen und Aussiedlern
- jüdischen Einwanderinnen und Einwanderern
- Flüchtlingen

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Kampagnenbüro:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Simone Helck
An der Paulskirche 3
50677 Köln
Tel. 0221-931847-18
Fax 0221-9318-6
kultursensible-altenhilfe@kda.de
http://www.kda.de

 
  Träger der Kampagne
Logos aller an der Kampagne beteiligten Organisationen
Sie finden das Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe unter
www.kda.de und können es dort unterzeichnen.