Migration + Gesundheit

 


unsere zurzeit laufenden Projekte im Gesundheitsbereich:
GUT DRAUF

Gesundheit für Migranten - Sensibilisierung und Prävention

 

     zuletzt aktualisiert:   12.03.2010  



Impfkalender in 11 Sprachen
Die Begegnungsstätte „Bayouma-Haus“ der AWO in Berlin hat einen mehrsprachigen Impfkalender erstellt. Hier kann er heruntergeladen werden:
Download von der BMELV-Homepage

Stotterer-Selbsthilfe auf Türkisch
Die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe hat eine hilfreiche Broschüre auf Türkisch veröffentlicht. "Kekemelik hakkinda bilmek istedikleriniz" beantwortet die häufigsten Fragen zu den Ursachen und Auswirkungen, zu Therapiemöglichkeiten und zum Umgang mit Stottern. Die kostenfreie Broschüre eignet sich daher besonders für Eltern stotternder Kinder. Die Ausgabe und weitere kostenlose Infos (z.T. auch in russischer Sprache) sind zu beziehen über:
BVSS, info@bvss.de oder 0221 - 139 1106 oder www.bvss.de

 

Migration und Gesundheitsförderung
Unter diesem Titel hat die BZgA in ihrer Reihe "Gesundheitsförderung KONKRET" einen 236seitigen Reader (ISBN 978-3-937707-66-2) herausgegeben, der die Ergebnisse einer Expertentagung aus dem Jahr 2008 dokumentiert. Aus dem Inhalt:

* Migration und Gesundheitsförderung - Hard to reach?
* AIDS und Migration in Deutschland
* Sexualaufklärung und Familienplanung
* Impfen und Früherkennung im Kindes-/Jugendalter
* Zugangswege zur Migrationsbevölkerung

Kostenloser Bezug: BZgA, Tel. 0221-8992-0

Integrationsbeauftragter im Krankenhaus
Der "Bundesweite AK Migration und öffentliche Gesundheit", in dem VIA vertreten ist, hat im August eine Empfehlung veröffentlicht, in der Krankenhäusern geraten wird, das "Amt einer(s) Migrations-/Migranten/Integrationsbeauftragten zu schaffen, um dadurch wirksame und nachhaltige Verbesserungen in der Versorgung von Migranten/innen einzuleiten und kontinuierlich fortzuführen."
Der Wortlaut des 5seitigen Papiers kann hier heruntergeladen werden:
Download von der BMELV-Homepage

Prostatakrebs
Die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen ein. Sie hat jetzt eine Infobroschüre zu Prostatakrebs in türkischer Sprache herausgegeben.
Das 50seitige Heft mit dem Titel "Prostat Kanseri" ist hier herunter zu laden:
Download von der BMELV-Homepage

Her yönüyle Bakim sigortasi
Einen Leitfaden zur Pflegeversicherung gibt es nun auf Türkisch. Bestellungen nimmt die Familien- und Krankenpflege e.V. in Essen entgegen.
www.fuk-essen.de/durchblick.php


Türkische Service-Hotline
Türkische Migranten/innen können sich ab sofort über eine bundesweite Hotline zu Gesundheitsfragen beraten lassen. Ärzte und Experten mit türkischem Hintergrund geben vor allem türkischen Eltern Infos über Vorsorgeuntersuchungen und Impfprogramme für Kinder. Unter der Rufnummer 0180- 2-28 23 23 erhält man kostenfrei umfassende Informationen zu (früh)kindlichen Präventionsprogrammen.
Weiteres zur neuen Hotline hier: www.alosaglik.de


Sätze/Vokabeln beim Arztbesuch
In einem EU-geförderten Projekt wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern an der Akdeniz University (Antalya) ein E-Learning Modul zur Verbesserung der Sprachfertigkeiten im Gesundheitswesen entwickelt. Zielgruppen sind medizinisches Pflegepersonal, Medizinstudenten und Auszubildende zum Krankenpfleger, Patienten, Versicherungsgesellschaften und Reisebüros. Auf der Homepage http://www.elancom.eu/german/site.html kann unter der Rubrik „Dokumente“ eine Vokabelliste und eine umfangreiche Liste mit nützlichen Sätzen zum Thema Arztbesuch, Gesundheit und Pflege in den Sprachen Englisch, Türkisch, Bulgarisch, Tschechisch, Deutsch, Lettisch und Russisch eingesehen und heruntergeladen werden.
Weitere Informationen: International Projects, Head of Business Area, Joachim Dittrich, Hugo-Junkers
-Ring 5, 01109 Dresden, Tel.: 0351-8886360

Selbsthilfe bei Migranten
NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) hat eine neue Broschüre herausgegeben: "Selbsthilfe bei Migrantinnen und Migranten fördern und unterstützen. Anregungen und Beispiele für Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfe-Unterstützungseinrichtungen." Bis zu 4 Exemplare werden kostenfrei gestellt.
Bezug: NAKOS, Tel. 030/31018960
www.nakos.de

"Familien kultursensibel pflegen"
- ein interkulturelles Begleitheft zum Familienpflegeratgeber aus Rheinland-Pfalz -
Eigentlich unterscheiden sich die Bedürfnisse von Familien mit Migrationshintergrund im Bereich Pflege nicht von denen der Familien ohne Migrationshintergrund. Aber es gibt Unterschiede im Hinblick auf kulturelle Hintergründe, religiöse Gebräuche und auch auf rechtliche Fragen. Die Publikation behandelt diese Fragestellungen und Themen, die für Familien mit Migrationshintergrund von besonderer Bedeutung sind. Es werden Anlaufstellen für Kooperationen aufgeführt und Hinweise zu weiter führender Literatur gegeben.

Die Broschüre steht hier zum Download bereit: zum Download

„Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS 2003-2006)
In dieser Publikation des Robert Koch Instituts finden sich erstmals aussagekräftige Daten zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, deren Anteil mehr als ein Viertel der minderjährigen Bewohner in Deutschland ausmacht. Obwohl sie zum großen Teil in sozial benachteiligten Umständen aufwachsen hat das nicht zwangsläufig prekäre Folgen für ihre Gesundheit. Im Gegenteil gibt es in Teilbereichen positive Auffälligkeiten wie bei den Müttern ein günstigeres Stillverhalten oder ein niedrigerer Tabak- und Alkoholkonsum bei den Jugendlichen. Auf der anderen Seite wird nicht verschwiegen, dass beim Ernährungsverhalten noch einiges im Argen liegt, vielfach Übergewicht vorhanden ist und dass die Früherkennungsuntersuchungen oftmals nicht in Anspruch genommen werden.
Kostenloser Bezug beim Robert-Koch-Institut, Berlin / www.rki.de
ISBN 978-3-89606-186-7

„Migration und Gesundheit“
Im Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes wird erklärt, dass die Datenlage zur Gesundheit von Migranten in Deutschland noch unzureichend ist. Anhand der Auswertungen vorliegender Daten ist jedoch zu erkennen, dass für Menschen mit Migrationshintergrund in einigen Bereichen erhöhte Gesundheitsrisiken bestehen. Aufgelistet sind die Säulingssterblichkeit, Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und psychosoziale Belastungen in Zusammenhang mit der Trennung von Familien oder politischer Verfolgung im Herkunftsland. Besonders anfällig sind Jugendliche, Frauen und ältere Zuwanderer, die sich nicht rechtlich gesichert in Deutschland aufhalten.
Erstrebenswert ist eine bessere Unterstützung der Menschen mit Migrationshintergrund beim Erhalt ihres Wohlergehen und im Falle einer Erkrankung gleiche Zugangschancen bei der Gesundheitsversorgung.
Kostenloser Bezug beim Robert-Koch-Institut, Berlin / www.rki.de
ISBN 978-33-89606-184-3

 

Logo des Aktionsplans

In Form
Am 25. Juni wurde der Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten vom Bundeskabinett unter dem Titel „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ beschlossen.
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kann er heruntergeladen werden.
Download hier: Download von der BMELV-Homepage

 

DKMS logo

Kontakt:
DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
Kressbach 1, 72072 Tübingen
Tel.: 07071 - 943 - 0
Fax: 07071 - 943 - 117
post@dkms.de

Türkische Knochenmarkspende
Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige GmbH hat es sich seit ihrer Gründung 1991 zum Ziel gemacht, möglichst vielen Leukämiekranken durch eine Stammzelltransplantation zu helfen. Ihr Hauptfokus liegt dabei auf dem konsequenten Ausbau der weltweit größten Einzeldatei mit über 1,7 Millionen registrierten Spendern.
Alle 45 Minuten erkrankt allein in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Für zahlreiche Patienten ist eine Stammzelltransplantation die einzige Heilungsmöglichkeit. Heute spenden jeden Tag mindestens sechs DKMS-Lebensspender Stammzellen für Patienten weltweit.
Dennoch findet jeder fünfte Patient keinen passenden Spender. Für türkisch-stämmige Patienten gestaltet sich die Suche auf Grund von regionalen Unterschieden in den Gewebemerkmalen schwieriger. Da die türkischen Mitbürger mit zweieinhalb Millionen in Deutschland die größte ethnische Minderheit darstellen, hat es sich die DKMS daher zum Ziel gesetzt, diese direkt anzusprechen. Mit Hilfe von Informationsmaterial und Pressearbeit in türkischer Sprache möchte die DKMS die türkischen Mitbürger über die Problematik aufklären und dazu motivieren, sich als Stammzellspender aufnehmen zu lassen. Bislang haben sich bereits über 39.000 türkische Mitbürger in die DKMS aufnehmen lassen, darunter auch der türkische Popstar Tarkan und der Bundesligaspieler Selim Teber. Bisher haben bereits 101 türkische Mitbürger Stammzellen oder Knochenmark gespendet und damit die Chance auf Leben gegeben.
 

MIGHEALTHNET - Informationsnetzwerk Migration und Gesundheit
Das Projekt soll als Informationsquelle und Forum für alle Forscher, Professionellen, Politiker, Lehrende und Nutzer dienen, die sich mit der Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland beschäftigen. Sie soll den Wissenstransfers und die Netzwerkbildung auf diesem Themengebiet fördern. Diese beinhalten neben allgemeinen Übersichten vertiefende Aspekte wie den Anspruch von Migranten auf Gesundheitsleistungen oder den Zugang zum Gesundheitswesen. Initiativen und Beispiele qualitativ guter Versorgung von Migranten werden vorgestellt. Die Seite www.mighealth.net/de ist steht jedem offen. Eigene Beiträge und Arbeiten können auf der Seite vorgestellt werden. In Form eines Wikis, das die Universität Bielefeld betreut, werden vielfältige Informationen zu diesem Thema bereitgestellt und können dort bearbeitet und diskutiert werden.
www.mighealth.net/de


Internetportal "Migesaar"
Das Internetportal "Migration und Gesundheit" (Migesaar) ist seit September 2007 online und will die Teilhabe von Migranten im Saarland an der Versorgung im Gesundheitswesen verbessern.
Näheres unter: www.migesaar.de

 

Logo der Malteser

M M M
MMM ist die "Malteser Migranten Medizin", die Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung leistet. Hier finden Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und Menschen ohne Krankenversicherung einen Arzt, der unter Wahrung der Anonymität die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder einer Schwangerschaft übernimmt. Vernetzungen und Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Hilfe.
Bisher wurde 9.000 Menschen geholfen, wobei die Patienten durchschnittlich deutlich jünger und schwerer erkrankt sind als in einer normalen Arztpraxis. Man schätzt, dass in Deutschland bis zu einer Millionen Menschen in der Illegalität leben. Hinzu kommen mehr als 300.000 Deutsche ohne Krankenversicherung.
2001 entstand die erste MMM Anlaufstelle in Berlin. Seit 2005 existiert MMM in Köln, seit 2006 auch in München und Darmstadt. Weitere MMM Anlaufstellen in Frankfurt, Hannover, Hamburg und Stuttgart sind geplant. Weiteres unter:
www.malteser-migranten-medizin.de
[
aus: TaumaNetzwerk-Newsletter 11.07]

 

Wissensportal Kultur und Gesundheit
Die neue Internetseite „Kultur-Gesundheit“ will Medizinern, Pflegepersonal und Multiplikatoren, aber auch interessierten Laien Informationen bieten, die eine bessere Orientierung im Umgang mit muslimischen Patienten ermöglichen. Kulturelle Barrieren zwischen Patienten und behandelndem Arzt und Pflegepersonal sollen durch Vermittlung von Grundkenntnissen über Glaubenspraxis und Wertvorstellungen der muslimischen Patienten abgebaut werden.
www.kultur-gesundheit.de

Logo des Portals

 

Internetplattform
Die Internetplattform "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" hat das Ziel, die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken. Neben einer umfangreichen Projekt-Datenbank und Informationen zum jährlich stattfindenden Kongress "Armut und Gesundheit" finden sich hier Termine, Materialien und Forschungsergebnisse rund um Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte.
Interessant ist auch die Seite mit "Wettbewerben im Bereich Gesundheitsförderung":
http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/?id=Seite5218